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Faketitel mit Souvenirgrundstücke (Plots)

Inhaltsverzeichnis:
1. Der schottische Laird
2. Wie werden Laird Titel vermarktet?
2.1. Die echten Lairds
3. Der Lord Lyon King of Arms
4. Die britische Regierung
5. Fazit

1. Der schottische Laird

Der schottische Laird ist weder ein Lord noch Lady und oder Titel.
Der Begriff Laird ist gleichzusetzen mit Grundbesitzer.

2. Wie werden Laird Titel vermarktet?

Die Laird Titel werden immer mit einem kleinen Souveniergrundstück (souvenier plot) angeboten.
Auf dem ganzen Estate (Grundstück) sollen mit den Einnahmen Wälder oder Gebiete vor der Zerstörung bewahrt werden, im Gegenzug dafür erhält man einen Laird Titel.

Der Grundgedanke hinter diesem Modell mag ehrlich und nobel sein, aber anzuzweifeln ist, dass der Käufer einen Laird Titel für ein Souveniergrundstück erhält.

2.1 Die echten Lairds
Es gibt in der Tat echte Lairds, die die sich so nennen dürfen besitzen mehrere hunderte von Quadrat(kilo)metern historisches Land.

Zum Beispiel: Die Schwester von Herzogin Kate Pippa Middleton mit ihrem Ehemann werden eines Tages Laird und Lady of Glen Affric, da ihr Ehemann eines Tages ein historisches schottisches 10.0000 acre (ca. 40,0000 km2) Land erben wird.

3. Der Lord Lyon King of Arms

Der Lord Lyon King of Arms ist ein hoher schottischer Beamter, der in Fragen der heraldik-, Wappen- und feudale Titel die Ansprechsperson ist.
Er verfügt über die Gerichstbarkeit mit seinem Court (Gericht), und er vertritt auf diesem Gebiet die Krone.

Was der Lord Lyon sagt
"Der Begriff Laird ist nicht gleichzusetzen mit Lord oder Lady.
Der Laird ist mehr eine Beschreibung für den Besitzer eines Estates, als wie ein Titel.
Für die Besitzer eines einfachen Wohnlandes ist es nicht angebracht sich als Laird zu betiteln.
Besonders die Besitzer eines Souveniergrundstückes sind davon betroffen."

Aus der Zeitung Telegraph:
Der Court of the Lord Lyon sagt: Glencairn- & ähnliche Titel sind bedeutungslos.

Ein Sprecher teilt der Zeitung mit: "Wir haben viele Anfragen über den Titel Laird/Lord/Lady of Glencairn bekommen.
Dieser Titel, wenn er denn existiert, gehört nur dem kompletten Estate Eigentümer.
Der Titel kann nicht zu den jenigen übertragen werden die sich ein Stück vom ganzen Grundstück kaufen."

Weiterhin heißt es: Es wurde vor über 5 jahren beschlossen, dass die Souvenirgrundstücke nicht in die schottische Nationalregistratur aufgenommen werden.

Von der Website royalcentral.co.uk
[...]Die Unternehmen verkaufen und teilen die Länderein somit auf, sodass es viele Lairds von einem Grundstück gibt. Der Lord Lyon sagt: Dies ist nicht möglich.

Diese Titel formen einen Teil der schottischen Gentry, und sie sind technischerweise keine Titel. Es ist mehr eine Beschreibung für den Besitzer eines Estates. [...]Dies ist der Grund, warum diese Titel nicht in den Ausweis eintragbar sind und von den Behörden nicht beachtet werden.

4. Die britische Regierung

Deutsche Übersetzung:
Der Lord Lyon King of Arms hat bestätigt, dass es nicht nötig ist für schottische Lairds, dass die Wörter "Laird of" in irgendeiner Weise in den Ausweis einzutragen sind.

Das heißt, dass auch die echten Lairds von einer Eintragung in den Ausweis ausgeschlossen sind, denn der Begriff Laird ist nichts anderes als ein anderes Wort für Eigentümer oder Besitzer eines historischen Grundstückes.

5. Fazit:

Die schottischen Lairds sind nicht gleichzusetzen mit einem Lord oder Lady, und sie sind keine echten Titel.
Die Titel sind nur teilweise anerkannt, werden aber von der britischen Regierung nicht beachtet, und sie sind folglich auch nicht in den britischen Ausweis eintragungsfähig.
Wer sich nur ein Stück von einem Grundstück kauft der darf sich auch nicht Laird nennen, denn dies ist nur dem kompletten Grundstückseigentümer vorbehalten.

Die Quellenangaben in der mobilen Version sind am Ende der Website zu finden.